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Endlich bei headegg:

BEST COFFEE IN TOWN


 

Headegg-PILGRIMS-OF-COFFEE-23

 


 

Pilgrims of Coffee

Die Pilgrims of Coffee sind bei Headegg angekommen und servieren
‘best coffee in town – köstlich fruchtigen ‘third wave coffee’ kit
von Bonanza Coffee aus Berlin. Wer möchte bekommt den Kaffee mit
einer Fusionvon cremigsten Milchschaum – ein Gedicht!!!

Mehr auch unter www.bonanzacoffee.de

 

Headegg-PILGRIMS-OF-COFFEE-08

 

Headegg-PILGRIMS-OF-COFFEE-13

 

weitere Bilder

13-headegg-Stephan-Kaluza

 

Bilder der Vernissage

Mehr über Stephan Kaluza unter:
www.schultzberlin.com

 


FELDER

Mit der 13. Ausstellung wird bei HEADEGG einiges anders! Zu Gast ist die Galerie von Michael Schultz, die den Künstler Stephan Kaluza in unserem Räumen präsentiert. Der umtriebige Galerist betreibt neben seiner Berliner Hauptniederlassung Dependancen­ in Seoul­ und Beijing. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist das Aufspüren von neuen künstlerischen­ Strömungen. Mehr unter www.schultzberlin.com

Stephan Kaluza ist ein etablierter, in Düsseldorf und Berlin lebender und arbeitender Maler, Fotograf und Autor. 1964 geboren, stellte er neben der Malerei ab 2004 zunehmend­ auch fotografische Arbeiten in monumentaler Größe aus, u.a. im Zendai Museum­ Shanghai­, Museum of the Seam, Jerusalem, Contemporary Art Museum Seoul­, Kunsthalle­ Düssel­dorf. Ebenso schrieb er Theaterstücke, welche am Schauspielhaus und der Oper am Rhein, Düsseldorf, sowie im Staatstheater Stuttgart und am Deutschen Theater­ Berlin urauf­geführt wurden.

Bei HEADEGG ist die Serie »Felder« von 2013 zu sehen, die sich mit der heutigen Bedeutung­, Problematik und Atmosphäre einer Landschaft auseinandersetzt. Dem voraus ging ein Zyklus, der sich mit Schlachtfeldern in ihrem heutigen Zustand beschäftigte. Stephan Kaluza beschreibt seine Arbeiten wie folgt:

„Die menschliche Geschichte machte viele Orte zu bedeutungsvollen Orten. Im neutralen­ Sinne fallen ebenso menschliche und wie auch naturelle Katastrophen unter diese Begrifflichkeiten; ehemals simple Ortsbezeichnungen wie Tschernobyl, Auschwitz und Guantanamo­ Bay konnotieren heute eher die Bedeutung dieser Orte als deren schlichte geographische Bezeichnung. Die Ereignisse, die an diesen Orten stattfanden, machten diese Plätze zu Symbolen einer allseits gegenwärtigen Geschichte.


Insbesondere die Schlachtfelder im Verlauf der menschlichen Geschichte nehmen als Symbol eine große­ Präsenz ein; auch der nicht so Geschichts-Bewanderte ist mit Ortsbezeichnungen wie Waterloo­ und Marathon vertraut, sei es, weil die eine als Synonym für – Niederlage­ – steht, sei es, weil man nach der anderen eine populäre Sportart benannt hat. Die Neutralisierung des zeitlichen­ Abstandes nimmt den stattgefundenen Dramen vor allem – die Trauer. Auch wenn die jeweils nationale Heroisierung den Opfern dieser Ereignisse den notwendigen Trost gab, so geschah vor allen anderen Dingen zunächst das eine, – es wurde­ zumeist sinnlos­ gestorben und die Größe der geschichtlichen Bedeutung konkurriert­ in trauriger­ Weise mit der Anzahl der massenhaft Getöteten.


Die Bilder der schönen und idyllischen Landschaften stehen im bewussten Kontrast zum Wissen über das Geschehene.­ Es sind nicht die trainierten Medien-Bilder, die sich einem aufdrängen; in diesen Fotos von romantisch­ anmutenden Wäldern, Wiesen und Flüssen zeigt sich eher eine Unschuld und eine Unbeirrbarkeit der Natur, unabhängig­ vom menschlichen Handeln seinerzeit. In ihrer­ stillen Präsenz verdeutlicht die Natur die Flüchtigkeit, und ebenso die Abgründe des menschlichen Tuns. Die Bilder basieren auf einer Art »doppelten« Wahrnehmung; das Wissen von den Ereignissen findet parallel zum eigentlich Sichtbaren statt, es entsteht so die Illusion einer entnommenen Zeit, eines angehaltenen Augenblicks. Die Fotos stellen derart die Frage nach den »Bildern hinter den Bildern«, nach der (un)sichtbaren »Bedeutung«­ dieses Ortes, ihnen ist eines gemein, – die Natur steht in ihrer Schönheit im Vordergrund. Nicht, um die traurige Berühmtheit dieser Orte zu »verniedlichen«, vielmehr, um ein Bewusstsein von Zeit und Vergessen zu hinterfragen.­“

Ein Kommentar von Lea Grebe

Hubertus Hamm
11-headegg-Olaf-Tiedje

Bilder der Vernissage

Mehr über Olaf Tiedje unter:
www.ot-sculptures.com


yarn-objects

Das Jahr 2013 beginnt bei HEADEGG mit der Ausstellung Nummer 11 unter dem Titel Olaf Tiedje „yarn-objects“, Fotografien. Der in Stuttgart geborene Künstler setzt sich mit dem Medium der digitalen Fotografie auf formal-traditionellem Weg auseinander. Er kombiniert diese für uns auch erstmals in einer Ausstellung mit einer realen Installation, wie sie sonst nur in den eigentlichen Arbeiten zu finden ist.

Zu sehen sind 2009 entstandene Bilder der Serie „yarn-objects“. Sie zeigen urbane Stadtlandschaften, in welche der Künstler mit seinen „Schnur-Installationen“ interveniert und auf das Vorhandene, die Umgebung reagiert. Auch Naturaufnahmen, in die urbane Elemente transportiert werden, sind Teil der Serie. In langer Abstimmung auf den Ort, seine Wirkung und sein Potential entstehen die Installationen, welche anschließend in den Bildern von Tiedje zu sehen sind. Wichtig hierbei ist zum einen der Aspekt des gekonnt handwerklichen Arbeitens. Tiedje der über die Studiofotografie zur Kunst gekommen ist, beherrscht dieses perfekt. Für das Auge ist es auf den ersten Blick nicht zu erkennen, wie die zarten Schnurgebilde ohne Hilfe der digitalen Bearbeitung entstanden sind. Zum anderen tritt der Raum als wichtiger Bezugspunkt auf. In ihm bewegt sich der Fotograf, auf ihn beziehen sich die Installationen und ohne ihn wäre eine Reaktion auf den Ort, ein Intervenieren nicht möglich. Die filigranen Gebilde fügen sich perfekt in ihr Umfeld ein. Die Fäden vollziehen mit einer solchen Selbstverständlichkeit Formen, hören plötzlich auf oder spannen Gebilde auf, dass die Unmöglichkeit des Gesehenen erst auf den zweiten Blick dem Betrachter bewusst wird. Was ausgelöst wird, sind Irritationen, die dazu anregen, Sehgewohnheiten zu hinterfragen, genau hinzusehen und das Gesehene nicht einfach hinzunehmen. Die Phantasie wird angeregt, eine eigene Interpretation des Dargestellten zu entwickeln. Der Faden beschreibt Bahnen, welche für das Auge nicht nachvollziehbar erscheinen. Erst bei ganz genauem Hinsehen erkennt der Betrachter, z.B in dem Bild „pingpong“, die fast unsichtbaren Fäden, die es ermöglichen, den Flug eines Tischtennisballs nachzuempfinden. Was sich so in den Fotografien entwickelt, ist ein Wechselspiel zwischen den Gegensätzen Natur und Zivilisation, die sich hier gegenseitig bedingen, miteinander verknüpft werden und im Wechselspiel zueinanderstehen. Es kommt zu einer Gratwanderung zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, Realem und Imagination. „Die Bilder erhalten so eine neue fotografische und inhaltliche Qualität. Die Fäden schaffen Verbindungen, brechen Strukturen, liefern Zitate, zeigen Symbole oder verhüllen Oberflächen“, so der Künstler über sein Werk. Auf diese Weise gelingt es Tiedje, rätselhafte, filigrane und sensibel auf den Ort abgestimmte Installationen in das Umfeld einzuflechten und verleiht der Fotografie damit Aspekte des surreal-wundersamen, ja sogar märchenhaft Anmutenden.

Ein Kommentar von Lea Grebe


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